Plzeňské sympozia

František Všetička

Dyks Roman über das Jahr 1897

S. 127–136 (tschechisch), Resumé S. 136 (deutsch)
Der Dezember 1897 ist der Monat nationaler, antideutscherKravalle in Prag, die tief Dyks Bewußtsein beeinflußten. Sie zerstörten gründlich seinen Internationalismus, und machten Dyk allmählich zum tschechischen Nationalisten. Seine Beziehung zu den Geschehnissen drückte er zunächst im lyrischen Gedicht „Dezember 1897" aus und im Jahre 1906 kehrte er zu dem Thema als Prosaiker zurück. Er gab einen Roman mit dem gleichen Titel heraus, den II. Teil einer geplanten und nur zur Hälfte realisierten Tetralogie. Der Roman hat einen temporalen Titel und die temporale Tendenz erscheint auch in den Titeln anderer Werke von Dyk. Auch in der Bezeichnung einzelner Romankapitel und in deren Handlungen wird der zeitliche Faktor betont. Der Romantitel ist hinsichtlich der Komposition und des Inhaltes nicht genau: drei von den fiinft Teilen des Werkes spielen sich im November ab. Die Romanhandlung beruht auf regelmäßigen Rhytmus, aufgebaut auf quantitativem Mißverhältnis der Kapitel in den geraden und ungeraden Teilen. Fünf ist die Zahl der Teile, und die Zahl der einzelnen Kapitel: beträgt: 6-11-6-14-6. Im Roman wird auch mit limitierter Zeit gearbeitet. Diese Komponente ist für Dyks Schaffen kennzeichned und wird auch in anderen Werken benutzt. Ebenso wie der quantitative Rhytmus durchdringen den Roman auch einige Eigen-nahmenliterationsreihen, die in der Studie Eingehender untersucht werden. Die Einrahmung des Romans bildet ein Prolog in Versen und Epilog in Prosa. Weiter werden zur Einrahmung Zitate aus dem Werke Heinrich Heines benutzt. Dieser gehörte zu Dyks Lieblings-Autoren, Dyk hatte ihn in der Jugend sogar übersetzt, und wurde von ihm das ganze Leben beeinflußt und stand das ganze Leben unter seinem Einfluß.
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