Plzeňské sympozia

Program der Konferenz Risiko der Loyalität, Pilsen 2015

Program der Konferenz Risiko der Loyalität, Pilsen 2015

Pilsen 2012: Mensch und Maschine in der Kultur der böhmischen Länder des 19. Jahrhunderts

Die Organisatoren des 32. Pilsener Symposiums zur Problematik des 19. Jahrhunderts in den böhmischen Ländern geben als Thema für die Tagung am 23.-25.2.2012 bekannt: „Mensch und Maschine in der Kultur der böhmischen Länder des 19. Jahrhunderts“. Die Themenkreise finden Sie in den unten aufgeführten Thesen. Beiträge mit Annotation (100 Zeichen) können bis zum 20.12.2011 angemeldet werden; sie werden auf der Basis der Auswahl des erweiterten Organisationsausschusses in das Programm aufgenommen. Nähere Informationen zum Programm des Symposiums erteilen PhDr. Taťána Petrasová, CSc. (Ústav dějin umění AV ČR, v. v. i.) petrasova@udu .cas.cz PhDr. Pavla Machalíková, PhD. (Ústav dějin umění AV ČR, v. v. i.) machalikova@udu.cas.cz

27. 11. 2011

Eine unsichtbaren Loyalität? Österreicher, Deutsche und Tschechen in der Kultur der böhmischen Länder des 19. Jahrhunderts

Organisatoren des 35. Pilsener Symposium zur Problematik des 19. Jahrhunderts riefen für die Tagung vom 26.–28. 2. 2015 das Thema "Eine unsichtbaren Loyalität? Österreicher, Deutsche und Tschechen in der Kultur der böhmischen Länder des 19. Jahrhunderts.

Der Begriff Loyalität verwenden Psychologen, Soziologen, Religionswissenschaftler, Juristen, Kultur- und Sozialhistoriker gemeinsam mit Politökonomen und gegenwärtigen Managementtheoretikern im Zusammenhang mit den einigermaßen uscharfen Begriffen wie Treueeid, Patriotismus, professionelle Loyalität und persönliche Integrität.

In der klassischen Definition des Philosophen Josiah Royce, The Philosophy of Loyalty (1908), wird die Auslegung von Loyalität als eine Pflicht verstanden, die eine unpersönliche Bindung (z. B. überpersönliche) auf das Gefühl der persönlichen Verantworlichkeit legt. DIe Loyalität, Ausdruck eines inneren Vertrauens und einer inneren Bindung, kann Einzelnen, Gruppen oder auch der Gesellschaft entgegengebracht werden. Als wesentlich ist zugleich die Frage nach den Formen ihrer Ausübung und Durchsetzung zu erachten, genauso wie die Werteambivalenz ihrer Realisierung. In der letzten Zeit verwendeten deutsche Bohemisten diese analytische Kategorie als fruchtbares Konzept in historischen Arbeiten (z.B. Martin Schulze-Wessel (ed.), Loyalitäten in der Tschechoslowakischen Republik 1918–1938. Politische, nationale und kulturelle Zugehörigkeiten, 2004; Volker Zimmermann – Peter Haslinger – Tomáš Nigrin (ed.), Loyalitäten im Staatssozialismus: DDR, Tschechoslowakei, Polen, 2010), es wurde allerdings schon zuvor in der amerikanische Soziolinguistik entwickelt (Joshua Fishman, Language loyalty in the United States, 1966). Von der Aktualität des Problems der Loyalität und des Loyalismus in der tschechischen Gesellschaft zeugen unter anderme auch die andauernden Debatten über die Beziehung der Tschechen zu den Habsburger, zur katholischen Kirche, den politischen Institutionen der österreichischen Monarchie oder des Adels (und freilich auch in der umgekehrten Richtung), die jedoch überhaupt nicht mit dem Begriff der Loyalität arbeiten, obwohl das Bewusstsein ihrer Existenz die Positionen ihrer Anhänger und Opponenten erhellen würde. 

Das kommende 35. Pilsener interdisziplinäre Symposium wird sich den historischen Wurzel der Entstehung und Entwicklung der multinationalen deutsch-jüdisch-tschechischen Gesellschaft in der Österreichischen Monarchie des "langen" 19. Jahrhunderts widmen. Es wird die Frage nach den Motiven und Formen der Handlungen gestellt, die einerseits das politische, konfessionelle, militärische, gesellschaftliche und kulturelle System der böhmischen Ländern des "langen" 19. Jahrhunderts stabilisierten und unterstützten, andererseits aber auch zerrütteten und zerstörten und die sich mittels verschiedener Akteuren in unterschiedlichen, durch sprachliche, lokale oder zeitlische Kriterien definierten Kontexten abspielten. Besondere Aufmerksamkeit beabsichtigen wir dabei der Analyse der Loyalitäten der Einwohner der böhmischen Länder gegenüber der Habsburgerdynastie, gegenüber der tschechischen/böhmischen Kultur (sei sie landesbezogen oder sprachliche definiert) und den "supranationalen" Institutionen der Monarchie (Kirche, Heer, Schulwesen) zu widmen. Dabei interessieren uns verständlicherweise auch die Positionen derer, die loyale Haltungen einzuhalten aus verschiedenen Gründen ablehnten.

Beitragen können mit einem Exposé (100 Zeichen) bis zum 30. 9. 2014 angemeldet werden. Ihre Eingliederung in das Programm verläuft auf Grundlage der Auswahl durch den breiteren Organisationsausschuss.

Nähere Informationen über das Programm geben:

PhDr. Pavla Machalíková, PhD., machalikova@udu.cas.cz

PhDr. Václav Petrbok, PhD., petrbok@ucl.cas.cz

PhDr. Taťána Petrasová, CSc., petrasova@udu.cas.cz

28. 8. 2014

Nächste Konferenz

Falls Sie Interesse haben, an der nächsten, von der Karlsuniversität zu Prag in den Tagen 24. 2. – 26. 2. 2011 in Pilsen veranstalteten Konferenz zum Thema *Unser Italien. Altes und Junges Italien in der Kultur der böhmischen Länder des 19. Jahrhunderts*, teilzunehmen, bitten wir Sie, das nachstehende elektronische Formular auszufüllen und an uns zu senden. Kontaktadressen hojda@ff.cuni.cz, marta.ottlova@ff.cuni.cz, rreg@ff.cuni.cz Klicken Sie bitte auf: http://www.plzensympozium.cz/formular/ Das Programm auf: http://.www.smetanovskedny.cz

Program der Konferenz "Unser Italien", Pilsen 2011

http://www.plzensympozium.cz/files_de/naseitalie_progr.pdf

Mensch und Maschine in der Kultur der böhmischen Länder des 19. Jahrhunderts – Thesen

Die Maschine dient beinahe als Synonym des Industriezeitalters. Seit den ältesten Kulturen reflektiert ihre Existenz und Verwendung das Niveau der Zivilisation. In der euro-amerikanischen Kultur ist sie vor allem mit der Vorstellung von Funktionalität, Leistung und ökonomischem Wettbewerb verbunden. Eine der bedeutendsten Maschinen, die die europäische Zivilisation veränderten, war jedoch die Druckmaschine. Massenhaftigkeit, Serialität und Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit) sind die wesentlichen Züge der gesellschaftlichen Entwicklung im 19.Jahrhundert. Wie sah die Auffassung von Mensch und Maschine vor diesem Wandel aus und was bewirkte das Phänomen der Massenproduktion? Wann setzte er in den böhmischen Ländern ein und wie unterschied er sich von dem Prozess in anderen Teilen Europas? Neue Möglichkeiten der Reproduktionstechnik von Bild, Ton und Bewegung. Das Thema „Mensch und Maschine“ erinnert an das 5. Pilsener Symposium, das 1985 unter dem Titel „Technik und Industrie“ stattfand. Im Gegensatz zur damaligen Ausrichtung der Beiträge auf Fortschritt oder zivilisatorische Katastrophen, die durch die Entwicklung der Technik hervorgerufen wurden, wird es beim Symposium 2012 darum gehen, Veränderungen in der Sichtweise der Maschine in wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenhängen festzuhalten. Mechanische Welt Die Idee der technischen Bildung Technik entscheidet alles Die Faszination der Funktionalität Die Wiederholbarkeit der Form schafft die Einzigartigkeit des Werks Vorschläge für 15-minütige Beiträge schicken Sie bitte zusammen mit einer Annotation an folgende Adresse: petrasova@udu .cas.cz machalikova@u du.cas.cz

27. 11. 2011

Die neue Publikation: "Schuld und Sühne in der Kultur der böhmischen Ländern des 19. Jahrhundert"

Die neue Publikation aus dem letzten Konferenz "Schuld und Sühne in der Kultur der böhmischen Ländern des 19. Jahrhundert" wird dank der Zusammenarbeit der MitorganisatorInnen und des Verlags Academia erscheinen. Sie können sie in Pilsen kaufen. Leider ist es möglich den neuen Band nur am 24. Februar 2011 zu beschaffen. Die anderen Sammelbände aus der Reihe sind jedoch auch am nächsten Tag zu verkaufen.

Programm der Konferenz Schuld und Sühne in der Kultur der böhmischen Länder des 19. Jahrhunderts, Pilsen 2010

http://www.plzensympozium.cz/files_de/zlocinatrest_progr.pdf
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