Plzeňské sympozia

Ralph Melville

Der evangelische Gustav-Adolf-Verein und die böhmischen Protestanten im Vormärz

145–154 (tschechisch), Resumé S. 154 (deutsch)
Der Gustav-Adolf-Verein (1832 entstanden) sollte die Protestanten in Diaspora unterstützen. Gleich nach seiner Gründung half er auch der lutheri¬schen Gemeinde Fleissen (Plesnä) in der Nähe der böhmisch-sächsischen Gren¬ze. Ein neuer Gründungsimpuls kam im Jahre 1843 aus Darmstadt und der Tübinger Dekan Johann Gottfried Presse!, der kurz vorher den Kontakt mit der Gemeinde Libice in Böhmen (die Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses) knüpfte, übernahm die Leitung einer Hilfsaktion. Bald konnten die Libitzer von Spenden, die GAV vermittelte, ihr Bethaus wiederherstellen und neues Schul¬haus errichten. Für den österreichischen Staat galt jedoch der Verein als poten¬tiell feindselig und daher versuchte die Regierung, die direkten Kontakte der Gemeinden mit dem Verein zu verhindern, damit die Berichte über die oft er¬bärmliche Lage der Protestanten in Österreich ins Ausland nicht gelangten. Ab¬gesehen davon, überwies der GAV im Vormärz (bis 1847) nach Böhmen eine grosse Unterstützung - nämlich für 39 von mindestens 55 evang. Gemeinden, was heisst, dass Böhmen die massivste Hilfe von allen österreichischen Ländern erhielt. Die nationale Frage spielte noch keine Rolle dabei.
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