Plzeňské sympozia

Helena Lorenzová

...und keine Liebe ward ihnen zuteil. Warum? (Eine Rückschau auf ein Vierteljahrhundert der Symposien von Pilsen)

13–17 (tschechisch), Resumé S. 18 (deutsch)
In den fünfundzwanzig Jahren der Pilsener Symposien wurden die Themen „Beamter“ und „Unternehmer“ mehr oder weniger gemieden oder nur am Rande erwähnt. Dennoch sind sie wichtig. Der Beitrag will auf einige Ansichten Bernard Bolzanos aufmerksam machen, die die staatliche Organisation und die wichtige Stellung des Beamten im „idealen Staat“ betreffen. Des weiteren erinnert er an die wenig bekannte Tatsache, dass der tschechische Volkswirtschaftler Albín Bráf Bolzanos Schrift Das Büchlein vom besten Staate kannte und seine „sozialistische“ Grundtendenz sehr hoch schätzte. Interessant ist auch Bráfs Konzeption der drei Phasen der tschechischen nationalen Wiedergeburt: seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bis 1948 sprachlich, literarisch, ästhetisch, nach 1848 kommt es dann zur politischen Wiedererweckung, dies vor allem dank den Aktivitäten von Karel Havlíček Borovský und František Ladislav Rieger. Am Ende des 19. Jahrhunderts ist, laut Bráf, die dritte Phase der tschechischen nationalen Wiedergeburt erreicht, die der Ökonom „volkswirtschaftlich“ nennt. Die Jubiläumsausstellung im Jahre 1891 und die Volkskundliche Ausstellung von 1895 waren eine Schau all dessen, was das tschechische Volk in einer verhältnismäßig kurzen Zeit erreicht hatte. Dennoch ist Bráf der Auffassung, dass der Prozess der tschechischen Nationalen Wiedergeburt noch nicht vollendet wurde. Deshalb ruft er zu einer „nationalen Selbsthilfe“ auf. Unter der Losung „Ein jeder für die Seinen“ fordert er von den Tschechen, ausschließlich tschechische Produkte zu kaufen, dadurch tschechische Wirtschaft und Handel zu beleben und somit den Prozess der tschechischen nationalen Wiedergeburt in allen drei Etappen zu vollenden.
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