Plzeňské sympozia

Roman Mlejnek

Die Seele, der Körper und die Gefühle in der Psychologie des 19. Jahrhunderts

292–297 (tschechisch), Resumé S. 297 (deutsch)
Der Beitrag macht aus psychologischer Perspektive auf einige Merkwürdigkeiten und Besonderheiten in den Meinungen über die Beziehung zwischen der Seele und dem Körper im 19. Jahrhundert aufmerksam, und zwar mit besonderer Berücksichtigung des tschechischsprachigen Milieus. Die wissenschaftliche Betrachtung des Denkens war im 19. Jahrhundert in ziemlich großem Ausmaß auf den Körper bezogen. Dies stand im Zusammenhang mit der damaligen Methodologie der Naturwissenschaften, und auch mit der gesamten kulturellen Atmosphäre, in der die noch wenig stratifizierte Wissenschaft eine wichtige Rolle spielte. Der Schwerpunkt des Beitrages liegt in der Problematik der Emotionen, die im Rahmen der Psychologie einen speziellen, auch die Kunst betreffenden Bereich darstellen. In gewissem Sinne hat erst die Psychologie des 20. Jahrhunderts das Denken vom Körper getrennt, um sich erst vor relativ kurzer Zeit aufs Neue nach ihrer gegenseitigen Beziehung zu fragen. Die im 19. Jahrhundert vertretenen Meinungen über Gefühle und andere psychische Erscheinungen scheinen uns heute oft äußerst modern und vorausblickend zu sein. Auch am Beispiel Jan Evangelista Purkyně kann man dokumentieren, dass die psychologischen Untersuchungen im tschechischen Milieu in Bezug auf die internationale Wissenschaft keinesfalls verspätet waren.
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