Plzeňské sympozia

Dorota Gremlicová

Ein Körper oder ein Traum? Der romantische Tanz im 19. Jahrhundert

168–175 (tschechisch), Resumé S. 175 (deutsch)
Die Autorin charakterisiert die grundlegenden Züge des Tanzes in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und die mit diesen verbundene Wahrnehmung eines Körpers im Tanz. Weiters werden die allgemeinen Erscheinungen erfasst (der Einfluss des Walzers, die Dualität in der Strukturierung des Theatertanzes als „christlicher“ und „heidnischer“ Tanz) sowie auch die Besonderheiten der gesellschaftlichen Reflexion des Tanzes und vor allem des tanzenden Körpers auf der symbolischen, ästhetischen, nationalen und ideologischen, aber auch auf der gesundheitlichen Ebene der tschechisch-nationalen Gesellschaft. Als Ausgangspunkt für diese Betrachtung wurden als Beispiele Texte von Jan Neruda, Alfred Waldau, Anton Müller, Karel Linek, Zeitungsberichte über den Tanz, das damalige Theaterrepertoire und dessen Vergleich mit dem Repertoire der Gesellschaftstänze herangezogen. Im heutigen Bewusstsein wird der Theatertanz des 19. Jahrhunderts vor allem mit der Vorstellung des entmaterialisierten Tanzes einer Ballerina im weißen Musselin auf den Spitzen verbunden. Der Text wirft die Frage auf, ob diese entmaterialisierte Traumerscheinung eines schwerelos tanzenden Körpers der damaligen Wahrnehmung des tschechischen Tanzes tatsächlich entsprochen hat.
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