Plzeňské sympozia

Andrea Pokludová – Helena Svatošová

Die Turner, die Sokols und die Kommunalverwaltung (Praha/Prag, Opava/Troppau, Olomouc/Olmütz)

59–70 (tschechisch), Resumé S. 70 (deutsch)
Im Geiste des Vermächtnisses von Friedrich Ludwig Jahn – die Pflege und Propagierung des Turnens zum Zweck der Verbesserung und Stärkung der Wehrhaftigkeit des deutschen Volkes – wurden in Troppau, der Landeshauptstadt österreichisch Schlesiens, und in Olmütz, dem Verwaltungszetrum der Hana/Haná, zu Beginn der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts Turnervereine gegründet. An beiden Orten gab es enge Verbindungen zwischen der Leitung der Turnervereine und der deutschen Stadtverwaltung. Vor allem in Troppau wurde die Tätigkeit des dortigen Vereins aus Gemeindemittel großzügig unterstützt. Als Höhepunkt dieser Förderungen kann man die Veranstaltung des XI. Regionalen Turnerfestes in Troppau bezeichnen. Im Gegensatz dazu hat sich zwischen der ausschließlich tschechischen Stadtverwaltung der Hauptstadt Prag und der größten tschechisch-nationalen Turnorganisation Sokol in den ersten 50 Jahren ihrer Existenz eine sehr enge Verbindung entwickelt: Die Prager Gemeinde bot dem Sokol ihre ideelle und praktische Schirmherrschaft und wirkte als dessen Mäzenin, während dieser zu ihrer Selbstrepräsentation und Verstärkung ihres Prestige beitrug. Diese wechselseitige Verbindung wurde auch durch personelle Verknüpfungen gestärkt. In diesem Beitrag wird auf verschiedene Formen der Zusammenarbeit, vor allem auf die finanzielle Unterstützung der Sokol-Aktivitäten, einschließlich der internationalen, von seiten der Stadt hingewiesen. Die Autorinnen widmen sich dabei auch der Beziehung der Stadtverwaltung zum Sport, vor allem zur olympischen Bewegung.
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