Plzeňské sympozia

Lenka Křupková

Der Aufenthalt in den Bergen als Entspannung, Statussymbol und Inspiration für Komponisten der europäischen Moderne

S. 317–327 (tschechisch), Resümee S. 327–328 (deutsch)

Der tschechische Komponist Vítězslav Novák (1870–1949) verbrachte seine Ferien jedes Jahr in großem Stil; in seinen Briefen an die Familie und seine Freunde berichtete er über seine sportlichen Erfolge und Misserfolge bei Bergwanderungen oder auf der stürmischen See und beschrieb sie am Ende seines Lebens auch ausführlich in seinen Memoiren. Die aktive Begegnung mit den Naturelementen ist zu einer der Hauptinspirationen von Nováks Schaffen geworden. Richard Strauss (1864–1949), Komponist der Alpensinfonie, suchte Ruhe und Inspiration in seiner Residenz im von den Bergen der Alpen umgebenen Garmisch. Der polnische Komponist Mieczysław Karłowicz (1876–1909) hat in der Hohen Tatra seine Leidenschaft für das Klettern und Skifahren ausgelebt, was für ihn tödlich wurde und wo er im Alter von 32 Jahren starb. Ein anderer polnischer Komponist dieser Generation, Karol Szymanowski (1882–1937), hatte sein Ferienhaus in Zakopane. Nováks spätere Aufenthalte an der französischen Riviera oder der Besitz kostspieliger Immobilien der genannten Komponisten in den Bergen verweisen jedoch auch auf eine neue soziale Situation – künstlerische Anerkennung ist mit einem exklusiven Umfeld verbunden, in dem der Komponist seine schöpferische Tätigkeit ausübt und auch seine Freizeit außerhalb des städtischen Arbeitsstereotyps verbringt. 

Schlüsselwörter:  Berge – Relaxation – Statussymbol – Inspiration – Mieczysław Karłowicz – Vítězslav Novák – Richard Strauss – KarolSzymanowski

 

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