Plzeňské sympozia

Katarína Beňová

Peter Michal Bohúň und seine slawischen Beziehungen

324–333 (tschechisch), Resumé S. 332–333 (deutsch)
In diesem Beitrag versucht die Autorin am Beispiel des Malers Peter Michal Bohúň (1822–1879), eines der Gründer der slowakischen national orientierten Kunst, seine Beziehungen zu den slawischen Ideen der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zu zeigen. An drei Beispielen seiner Tätigkeit stellt sich seine künstlerische Lebensgeschichte, welche in Prag angefangen hat, vor. Im Jahre 1843 schrieb er sich an der Akademie der bildenden Künste ein. Nicht nur das akademische Studium, sondern auch die Anregungen seitens der tschechischen Künstler, Literaten und Historiker um Karel Slavoj Amerling haben ihn stark beeinflußt. Amerlings Abhandlung O malbě (Über die Malerei) hat den jungen Bohúň bewegt, bei Auswahl der Modelle für seine Porträts Idealtypen zu suchen. In der lithographischen Werkstatt von František Šír hat Bohúň die lithographische Kunst erlernt und die graphischen Bildnisse verschiedener Persönlichkeiten der Nationalbewegung kennengelernt. Die letzte Periode seines slawisch inspirierten Schaffens hängt mit Bohúňs Rückfahrt in die Slowakei Ende des Jahres 1847 zusammen. Er passte seine schöpferische Tätigkeit den Ansprüchen Ludovít Štúrs, Protagonisten der slowakischen Nationalbewegung, an. Bohúňs frühe Werke uns den Jahren 1846–1850 sind vom national romantischen Pathos getragen. In diesen Intentionen malte er einerseits idealisierte slowakische Volkstypen, andererseits Porträts der wichtigsten Repräsentanten der nationalen Bewegung (besonders das Porträt von Ján Francisci als Kapitän der Freiwilligen im Jahre 1848).
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