Plzeňské sympozia

Helena Jarošová

Der Salon in der Geschichte der gesellschaftlichen Sitten

243–251 (tschechisch), Resumé S. 251 (deutsch)
Die Funktionen des Salons, obwohl er seine Wurzeln im gesellschaftlichen Lebens des monarchistischen Frankreichs des 17. Jahrhunderts hat, wurden erst außerhalb des Hofs, insbesondere im 18. Jahrhundert entfaltet und entwickelt. Sein Gehalt und Hauptakteure werden bei inoffizieller, nicht jedoch intimer Konversation in privaten Appartements von Versailles (Norbert Elias, Alain Montandon u.a.) geboren. Die Geburt und Blüte der Salons ist mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft und Konversation eng verbunden. Der Salon bedeutet seit dem 18. Jahrhundert auch ein Zimmer von spezifischer Einrichtung, Ausstattung und Geschmack. Im 19. Jahrhundert wird der Salon durch seine gesellschaftliche Konversation und maßgebende Rolle der Frau zum Angelpunkt der bürgerlichen Besuchsrituale und des Bontons. Als ein Milieu von auserlesenen Qualitäten, feinen Sitten und interesseloser Konversation wird er zur besten Bühne für die Praxis und Propagation des Ideals der Höflichkeit.
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