Plzeňské sympozia

Jitka Kodrová

Der Blick in den Salon der Familie Brauner

134–137 (tschechisch), Resumé S. 138 (deutsch)
Von den 1860er Jahren bis zum Jahr 1880 gehörte zum gesellschaftlichen Leben von Prag der von Augusta Braunerovä (Mutter der Malerin Zdenka Braunerová) zunächst in einer Wohnung an der Ecke von der Bergsteingasse und Neuen Alleen, seit den 1870er Jahren im Haus an der Ecke der Wassergasse und Lazarusgasse geführte Salon. Seinen Charakter bestimmte die Symbiose des slawischen Empfindens und des tschechischen Patriotismus ihres Mannes, des Abgeordneten des böhmischen Landtags und des Reichstags, Dr. jur. Frantiäek August Brauner, und des Landespatriotismus, fast des adeligen Europäertums, die dort Frau Braunerovä einführte. Die Muttersprache der Gastgeberin war Deutsch, aber sie sprach fließend französisch, passiv beherrschte sie vielleicht auch englische und italienische Sprache. Frau Braunerovä versandte ihren Freunden Einladungen zu frühabendlichen Teezirkeln, Soireen und Bällen, die sich der größten Popularität erfreuten, als die Familie in demselben Haus wie der Baron Villani wohnte. Die Speisekarte war bunt: Das gewöhnliche Menü bildeten Fisch- und Wildgerichte, geräucherte Würstchen, Schinken, Zungen, oft wurden Gerichte mit Saucen serviert. Finanziell wurde der Salonbetrieb außer dem regelmäßigen Einkommen von Frantisek Brauner durch das Vennieten von Häusern in Litomysl und Aktiendividenden abgesichert. Nach dem Tod von Frantisek Brauner im Jahre 1880 setzte die Familie die bisherige Lebensart weiter, aber der Salon hat sein Renommee verloren.
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