Bohumil Jiroušek

Die Studien Karel Stloukals in Wien und Rom am Beispiel der Korrespondenz mit Jaroslav Goll

210–215 (tschechisch), Resumé S. 215 (deutsch)
Thema des Beitrags ist die letzte Studienphase des Historikers Karel Stloukal. Nach seinem Studium an der Prager Philosophischen Fakultät verbrachte Stloukal das Schuljahr 1912/1913 am Wiener Institut für österreichische Geschichtsforschung. Der dortige Unterricht in den Hauptfächern Diplomatie, Paläographie u. a. hat ihn nicht zufrieden gestellt und so widmete er sich vor allem der Kunstgeschichte. Im Anschluss ging er für ein weiteres Studienjahr nach Rom, wo er am vierten Band der Monumenta Vaticana arbeitete. Der Autor stellt diese zwei Lebensjahre Karel Stloukals in den Kontext der Studienaufenthalte anderer junger tschechischer Historiker im Ausland beziehungsweise in Österreich. Er stellt fest, dass sie die Aufenthalte an ausländischen Universitäten in erster Linie als gute Möglichkeit für einen einfacheren Zugang zu fremdsprachigen Quellen und zur Literatur sahen sowie zur Knüpfung von Kontakten. Der Unterricht an den ausländischen Universitäten war für sie — mit Ausnahme der Kunstgeschichte, die sich zu jener Zeit in Prag in einer tiefen Krise befand — weniger inspirierend bzw. ertragreich als zu Hause. Oft wählten sie den Studienplatz unabhängig vom Ruhm der Dozenten. Vielmehr war für die Wahl eines Bildungsaufenthaltes an einer ausländischen Universitäten entscheidend, sich mit der fremden Umgebung konfrontieren, die „Welt“ kennenlernen und Fremdsprachen erlernen beziehungsweise vertiefen zu können.
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